Denk ich an Deutschland

Eine Konferenz der Alfred Herrhausen Gesellschaft und der Frankfurter Allgemeinein Zeitung

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Denk ich an Deutschland-Konferenz, Berlin 2009

Wann gehen wir endlich zu weit?

Eine Konferenz, die neue Perspektiven aufzeigt

Die erste Denk ich an Deutschland-Konferenz fand am 25. November 2009 in der Deutschen Bank in Berlin statt.

Auf der Basis provokanter Thesen wurde ebenso leidenschaftlich wie kenntnisreich über den Zustand Deutschlands gestritten - mit dem erklärten Ziel, einen Handlungsrahmen für Entscheidungsträger abzustecken. In drei Panels zu den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur trafen hochkarätige Rednerpaare aufeinander, deren Wortmeldungen von ebenbürtigen Kommentatoren begleitet wurden.

Denk ich an Deutschland Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin Institut für Demoskopie Allensbach© Markus Kaufhold

Nachdem zunächst der Publizist Henryk M. Broder und anschließend Professorin Dr. Renate Köcher, Institut für Demoskopie Allensbach, ihre Gedanken zu Deutschland dargelegt hatten, beschäftigte sich das erste Panel mit der deutschen Selbstdefinition in der Welt, die vom Gegensatz zwischen einem selbstbewussten Technologieexport und einer zögerlichen Außenpolitik charakterisiert wird. Der Medienwissenschaftler Norbert Bolz und Keith Ulrich, Leiter des Technologie- und Innovationsmanagements des DHL Innovation Center, streiten um die Frage, ob die vielzitierte "German Angst" das Land daran hindert, eine vernünftige Balance zwischen Macht und Moral zu finden.

Denk ich an Deutschland Journalistin Inge Kloepfer und Historiker Prof. Andreas Rödder diskutieren© Markus Kaufhold
Denk ich an Deutschland Stefan Aust, ehem. Chefredakteur "Der Spiegel", Publizist Henryk M. Broder und Dr. Frank Schirrmacher, Herausgeber der F.A.Z.© Markus Kaufhold

Ein zweites Panel widmete sich dem Widerspruch zwischen dem lenkenden Eingriff staatlicher Sozial- und Steuerpolitik einerseits und dem Grundprinzip der individuellen Freiheit andererseits. Der Historiker Andreas Rödder und sein Gegenredner, der Chefredakteur und Verleger Roger Köppel, legten dar, wie soziale Gerechtigkeit in Zukunft in Deutschland vernünftig zu definieren und ob sie nur um den Preis der Freiheit zu erreichen ist. In einem Zwischenruf legt Stephan Grünewald, der bekannte Psychologe und Mitbegründer des rheingold Instituts, Deutschland auf die Couch, während im dritten Panel der Philosoph Peter Sloterdijk auf Rolf Schmidt-Holtz, CEO von Sony Music Entertainment trifft. Sie machen sich Gedanken darüber, wie es dazu kommt, dass Deutschland, dessen Selbstdefinition lange Zeit über den Begriff der "Kulturnation" lief, heute Kultur importiert wie kein zweites Land.

Zu guter Letzt begeistert Peer Steinbrück mit seiner Rede zu "Deutschlands entfremdeten Eliten".

KOOPERATIONSPARTNER: Projekt Farbwerte SchwarzRotGold von R. Eysoldt und F. Roesner

Die erste Denk ich an Deutschland-Konferenz fand unter Einbindung eines besonderen küntlerischen Projektes statt, dass sich mit der Bearbeitung der deutschen Flagge beschäftigte.
www.farbwerte.com