Denk ich an Deutschland

Eine Konferenz der Alfred Herrhausen Gesellschaft und der Frankfurter Allgemeinein Zeitung

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Denk ich an Deutschland-Konferenz, Frankfurt 2011

Wer regiert Deutschland? "Taxation without Representation"

Eine Konferenz, die neue Perspektiven aufzeigt

Die dritte Denk ich an Deutschland-Konferenz fand am 19. Oktober 2011 im Frankfurter Hermann Josef Abs Saal der Deutschen Bank statt.

.jpg Es geht um die demokratische Selbstbestimmung des deutschen Volkes, sagt der Bundesverfassungsrichter Herbert Landau© Helmut Fricke

"No taxation without representation", seit der Magna Carta ist dieser Satz eines der tragenden Leitmotive aller demokratischen Bewegungen. Denken wir an Deutschland, dann leben wir in einem Gemeinwesen, auf dessen Ausgaben unsere Regierung kaum Einfluss hat, dafür aber werden Interessengruppen und die Regierungen anderer Länder immer bestimmender.

.jpg Souveränität in der EU endet da, wo die Solvenz endet. Für den Ökonom Henrik Enderlein ist die Sache klar.© Helmut Fricke

Märkte, mit denen keine Idee von einer "guten Gesellschaft" oder sozialer Verantwortung verbunden ist, treiben in Europa Regierungen und Parlamente vor sich her. Auszahlungs- und Schuldenkompromisse werden vereinbart,  ohne dass Zeit für ein Nachdenken über das, was wir wollen, besteht. Alles wird uns gleichzeitig geraten: Mehr Schulden zu machen und mehr Schulden abzubauen. Maßnahmen, die sich im Laufe der Zeit widersprechen, werden damit erklärt, dass es zu ihnen keine Alternative gibt.

 

.jpg F.A.Z.-Herausgeber Dr. Günther Nonnenmacher diskutiert über die normative Kraft des Hinterzimmers© Helmut Fricke
Am 19. Oktober 2011 dachten wir im Rahmen unserer Konferenz in Frankfurt zum dritten Mal einen Tag lang über Deutschland nach und ergingen uns nicht in der Formulierung neuer Apokalypsen oder einem weiteren finanziellen Armageddon, sondern diskutierten über Alternativen zur Alternativlosigkeit.

Es sprachen u.a. Josef Ackermann, Norbert Bolz, Henrik Enderlein, Peter Gauweiler, Klaus Gretschmann, Rainer Hank, Jonathan Imme, Renate Köcher, Karola Kraus, Herbert Landau, Peter Lange, Hans Leyendecker, Tom Mayer, Reinhard Müller, Günther Nonnenmacher, Wolfgang Nowak, Boris Palmer, Annette Riedel, Gunnar Folke Schuppert, Daniela Schwarzer, Ralf Stegner, Holger Steltzner, Frans Timmermans und Ulla Weidenfeld.

Redetexte und Videomitschnitte der einzelnen Vorträge stehen Ihnen auf diesen Seiten zur Verfügung.